Ärztin und Arzt sitzen im Garten und führen ein Gespräch

Informationen für Zuweiser*innen

Im PZN Wiesloch steht Ihren Patient*innen ein vielfältiges und differenziertes Behandlungsangebot sowohl auf beschützenden als auch auf offenen, störungsspezifischen Schwerpunktstationen zur Verfügung. Dieses wird ergänzt durch eine breitgefächerte ambulante Versorgung, mit multiprofessionell besetzten, therapeutischen Angeboten und aufsuchender Pflege. Ferner bietet das PZN die stationsäquivalente Behandlung (StäB) im häuslichen Umfeld am Standort Wiesloch an.

Nur durch eine gute Vorabinformation können wir Ihre Patient*innen für die richtige Behandlungsform einplanen und so Fehlbelegungen und Unannehmlichkeiten vermeiden. Zur besseren Aufnahmesteuerung und einer passgenauen Vermittlung von Behandlungsplätzen, haben wir unsere Zentralaufnahme im PZN Wiesloch umstrukturiert. Unser seit Jahren bestehendes Team aus erfahrenen Pflegekräften, das die Zentralaufnahme rund um die Uhr besetzt, wurde um einen fachärztlichen Aufnahmedienst und um die Fallkoordination erweitert. Nachts ist unsere Klinik durch mittlerweile drei diensthabende Ärzte/Ärztinnen(AvD) besetzt. 

Möchten Sie als Zuweiser*in eine Patientin bzw. einen Patienten für eine Akutbehandlung anmelden, steht Ihnen rund um die Uhr unsere Pforte telefonisch unter der 06222 55-0 zur Verfügung.
Hier können Sie vorab allgemeine Fragen zur Aufnahme klären und werden an den/die zuständigen Ansprechpartner*innen der Fallkoordination weiter vermittelt.

Zur Anmeldung von Patient*innen für eine elektive Behandlung erreichen Sie unsere Fallkoordination telefonisch unter 06222 55-0.

Nutzen Sie gerne auch unser Portal für Lob und Kritik, falls Sie uns darüber hinaus Anregungen oder ein Feedback mitteilen möchten.

Newsletter der Ärztlichen Direktion

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

im letzten Newsletter hatte ich Sie über das im Mai 2022 initiierte Projekt „Zukunftsfähige Psychiatrie“ informiert und die bereits ausgeführten Projektschritte aufgezeigt: Neugliederung der Allgemeinpsychiatrie (AP I und AP II), Onboarding der neuen Klinik BBZ (Beratungs- und Behandlungszentrum) sowie die Anhebung der Altersgrenze für eine Aufnahme im Gerontopsychiatrischen Zentrum von 65 auf 70 Jahre.
Das zentrale Projektziel, die Behandlung unserer Patient*innen so zu gestalten, dass eine leitliniengerechte Therapie gleichermaßen wie die Kontinuität des Teams auch in Krisensituationen gewährleistet ist, haben wir realisiert. Das bedeutete eine große Kraftanstrengung für die multiprofessionellen Teams, die diese Ziele mit viel Engagement umgesetzt haben.

Aber nicht nur die unmittelbar am Patienten arbeitenden Teams waren gefordert, auch unsere Abteilung Bau &Technik war mit der Neuerrichtung bzw. der Sanierung bereits bestehender Kriseninterventionsräume umfassend beschäftigt. Denn die Kontinuität der Behandlung in einem Team bedeutet eben auch die Intervention bei akuten Krisen inklusive ggf. erforderlicher Sicherungsmaßnahmen.
In Folge werden bislang streng geschlossene, „beschützend“ geführte Stationen künftig nur noch intermittierend eine abgeschlossene Türe benötigen. Die Identifizierung von Faktoren, welche das Auftreten von Konflikten auf den Stationen sowie den Erfolg von Deeskalationsversuchen beeinflussen, ist entscheidend für die Planung weiterer Schritte hin zur Öffnung. Hierfür haben wir das Safewards-Modell gewählt; unsere Safewards-Beauftragten begleiten und beraten die Stationsteams während dieser Zeit des Übergangs.

Die Kliniken der Allgemeinpsychiatrie und das BBZ haben ihre Zusammenarbeit intensiviert, indem sie gemeinsame Klinik- und Belegungskonferenzen etabliert haben. Die Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung konnte mit einer Station ins Zentralgebäude ziehen sowie auf einer weiteren Station integrierte tagesklinische Plätze sowie ambulante Behandlungsbausteine über die Psychiatrische Institutsambulanz für ihre Patient*innen anbieten.
Aus baulichen wie inhaltlichen Gründen ist im September 2025 das Team der Station 39 (bisher: AP I) in die Station 32 (bisher: AP II) umgezogen, um die Klinik AP I für ihre Spezialisierung auch infrastrukturell für Kriseninterventionen zu befähigen. Der Umzug auf Station 39 ermöglichte wiederum der Klinik AP II einige Betten in Tagesklinik-Plätze umzuwandeln, so dass am Standort Wiesloch nun auch eine störungsspezifische Tagesklinik für Menschen mit Psychoseerkrankungen zur Verfügung steht.

Nach einem Jahr Clearing- und Kriseninterventionseinheit konnte die Station 01 (BBZ) ein grundsätzlich positives Fazit hinsichtlich der an den Clearingprozess gestellten Aufgaben ziehen und in über 90% der Clearingfälle eine abgeschlossene Diagnostik innerhalb von sechs Tagen erreichen. 
In den für die Durchführung der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) erweiterten Räumlichkeiten ist es uns nun möglich, diese Therapie ohne Wartezeiten all jenen Patient*innen anbieten zu können, deren Erkrankungsschwere diese Therapieform erfordert. Wenn Sie Ihren Patient*innen Informationen hierüber geben möchten, verweisen Sie gerne auf diesen Link: Manchmal beginnt Heilung mit einem Impuls - Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

An dieser Stelle darf ich mich bei allen Kollegen und Kolleginnen verabschieden. Zum 01. Mai werde ich in den sogenannten Ruhestand treten, also einen neuen Lebensabschnitt beschreiten. Ich bedanke mich für Ihre Zusammenarbeit und wünsche unseren Patienten und Patientinnen eine gesicherte Zukunft im komplementären Versorgungsbereich. 
Mein Nachfolger, Herr Dr. Tobias Link, ist Ihnen sicher als bisheriger Chefarzt der Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung bestens bekannt; er übernimmt als sehr erfahrener, exzellenter Psychiater und Psychotherapeut das Amt des Ärztlichen Direktors zum 01. April 2026. 

Mit den besten Wünschen,

Ihre
Dr. Jutta Kammerer-Ciernioch

Liebe Kollegen und Kolleginnen,
der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen hat bereits im Juli 2018 festgestellt: „Die Sektorengrenzen machen sich im Bereich der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders bemerkbar…Eine zügige Behandlung zur Vermeidung einer Chronifizierung oder eine nahtlose ambulante Anschlussbehandlung nach einem stationären Aufenthalt sind somit keine Selbstverständlichkeit.“
Diese Thematik ist Leitgedanke unseres Großprojektes Zukunftsfähige Psychiatrie: eine Verbesserung der Behandlungsqualität im Rahmen einer zu etablierenden sektorenübergreifenden  und  patientenzentrierten Versorgung, d.h. über die Grenzen der Sektoren ambulant, tagesklinisch bzw. stationär hinweg, einschließlich der komplexen psychiatrischen Behandlung im häuslichen Umfeld.

Wir berichteten hierzu und haben, wie angekündigt, zum Januar 2024 zunächst die Verantwortlichkeiten in der Allgemeinpsychiatrie neu aufgestellt:
Frau Dr. Grunze, unsere neue Chefärztin der Klinik Allgemeinpsychiatrie II, Nachfolgerin von Herrn Prof. Vedder, übernimmt den Schwerpunktbereich Psychosenbehandlung; Prof. Dr. Schwarz ist mit seiner Klinik Allgemeinpsychiatrie I schwerpunktmäßig für die Behandlung affektiver Störungen und Persönlichkeitsstörungen verantwortlich. Selbstverständlich behandeln diese Kliniken auch Patient*innen mit anderen Störungen. Patient*innen, die wegen zahlreich auftretender Krankheitsepisoden häufiger unsere Leistungen in Anspruch nehmen müssen, sollen künftig durch ein konstantes multiprofessionelles Team Unterstützung und Behandlung erhalten.

Das Gerontopsychiatrische Zentrum hat auf die gesellschaftlichen Veränderungen im persönlichen Wirken und Arbeitsleben der Bevölkerung reagiert und die Altersgrenze für eine Aufnahme dort von 65 auf 70 Jahre angehoben.

Zum 01. Januar 2024 durften wir auch eine neue Klinik in Betrieb nehmen:
Frau Jean Keller (Chefärztin) und Frau Nadia Viktoria Heid (Pflegedienstleiterin) übernahmen als Duale Klinikleitung das Beratungs- und Behandlungszentrum (BBZ) mit der Zentral-/Notfallaufnahme, dem Ambulanzzentrum, einer Clearing- und Kriseninterventionsstation, der Stationsäquivalenten Behandlung (StäB) sowie dem Bereich Hirnstimulationsverfahren. Schauen Sie gerne auf der Homepage des BBZ mal vorbei: Beratungs- und Behandlungszentrum - Psychiatrisches Zentrum Nordbaden.

Psychiatrische Erkrankungen betreffen immer auch die Angehörigen, insbesondere auch die Kinder unserer Patienten und Patientinnen. Diese haben ein deutlich erhöhtes Risiko im Verlauf ihres Lebens selbst unter einer psychischen Erkrankung zu leiden. Um hier präventiv anzusetzen, haben wir im Rahmen des Projektes Stark im Sturm, mit Unterstützung durch die Dietmar Hopp Stiftung und das Land Baden-Württemberg, in der Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung und der Klinik Allgemeinpsychiatrie I Kinderbeauftragte ausgebildet, die unseren Patient*innen zur Seite stehen, um adäquate Unterstützung-, Beratungs- und Behandlungsangebote für ihre Kinder zu finden. Im BBZ konnte darüber hinaus eine Eltern-Gruppe zur Unterstützung suchterkrankter Eltern etabliert werden.
Als sektorenübergreifende Klammer zwischen den verschiedenen suchtspezifischen familienzentrierten Behandlungsangeboten dient die vom PZN mitentwickelte ELMA-App. Weitere, zum Teil schon lange etablierte familienzentrierte Angebote im PZN sind die Eltern-Kind-Station 43 und die Peripartalambulanz.

Erfreulicherweise haben wir auch in diesem Jahr alle unsere Arztstellen besetzt. Wir sind stolz, dass inzwischen ärztliche Kolleg*innen aus den verschiedensten Ländern der Erde unsere Behandlerteams ergänzen und sich hier wohl fühlen. Auch gelingt es uns so besser, Patient*innen unterschiedlichster Kulturkreise entsprechend zu behandeln. Kolleg*innen ohne Approbation, aber mit vorläufiger Berufserlaubnis, gewähren wir großzügige Unterstützung beim weiteren Spracherwerb und in der Vorbereitungsphase auf die Kenntnisprüfung.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitenden ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und einen friedvollen Start in ein Neues Jahr. All Jenen, die Ihren Dienst über die Feiertage versehen, wünschen wir ein machbares Dienstaufkommen ohne Gesundheitsgefährdungen.

Mit den besten Wünschen,

Ihre
Dr. Jutta Kammerer-Ciernioch
Ärztliche Direktorin

Gerne dürfen Sie Ihre Anliegen auch persönlich an mich richten: jutta.kammerer@pzn-wiesloch.de

Liebe Kollegen und Kolleginnen,
unverändert haben wir eine hohe Nachfrage nach stationären Betten. Gleichzeitig müssen wir die Herausforderungen bewältigen, die sich aus den politischen Rahmenbedingungen ergeben. Das bedeutet: weiterer Abbau von Betten und Priorisierung der ambulanten und teilstationären Behandlung. Unsere  Fallkoordination ist hier die zentrale Stelle, die gemeinsam mit den Aufnahmeärzt*innen individuell für jede*n Patient*in das richtige Behandlungssetting finden muss. Gemäß Landesbettenplan haben wir nun offiziell fünf Plätze für die Stationsäquivalente Behandlung (StäB) zugeteilt bekommen, welche bereits alle belegt sind.
Weiterhin sind wir sicherlich genauso wie Sie mit einer ausufernden Bürokratie beschäftigt, welche uns leider sehr viel Zeit raubt, die wir viel lieber in die Behandlung unserer Patient*innen investieren würden. Der Fachkräftemangel macht sich auch in unserem Krankenhaus bemerkbar und wir sind sehr froh, dass zahlreiche Fachkräfte aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland zu uns gefunden und das PZN als verlässlichen Arbeitgeber identifiziert haben.

Mit Start unseres Projektes "Zukunftsfähige Psychiatrie" haben wir uns 2023 auf neue Wege begeben: Postleitzahlen und Altersgrenzen sollen nicht mehr entscheidend für die Platzierung von Patient*innen sein. Künftig sollen Teamspezialisierungen für entsprechende Krankheitsbilder sowie die Konstanz des therapeutischen Teams maßgebliche Parameter der Belegungssteuerung sein. Hierfür haben wir in extern moderierten Workshops Eckpfeiler erstellt und Konzepte zur Konkretisierung ausgearbeitet. Wir hoffen, dass die Umstrukturierung wie geplant bis zum 01.01.2024 vollzogen sein wird.
Einige Nachjustierungen werden sicherlich noch darüber hinaus vorgenommen werden müssen, da sich weitere Erfordenisse erst mit gelebter Praxis und Erfahrung zeigen werden. Was bedeutet dies für Sie? Sie melden Ihre Patient*innen weiterhin in bewährter Weise bei unserer Fallkoordination an bzw. Ihre Patient*innen kontaktieren persönlich unsere Ambulanz bzw. die Zentralaufnahme.

Darüber hinaus sind wir immer noch mit PPP-RL (Richtlinie über die Ausstattung der stationären Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik mit dem für die Behandlung erforderlichen therapeutischen Personal gemäß § 136a Absatz 2 Satz 1 SGB V) beschäftig, obgleich die angedrohten Sanktionen für 2024/2025 erst einmal zurück gestellt wurden. Dennoch fehlt unverändert eine adäquate Personalverordnung, PPP-RL gibt lediglich Mindestbesetzungen, aber keine Kapazitäten für eine leitliniengerechte Behandlung vor. Steigende Fallzahlen bei immer knapper werdenden Personalressourcen fordern daher unsere Kreativität und Flexibilität.

Trotz aller wachsenden Herausforderungen konnte das PZN im Oktober 2023 erneut die Zertifizierung nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) mit sehr gutem Ergebnis bestehen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite unseres Qualitätsmanagements: Qualität - Psychiatrisches Zentrum Nordbaden (pzn-wiesloch.de).

Ich freue mich immer über Rückmeldungen aus Ihrem Kreise und wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitenden einen schönen und erfolgreichen Jahresausklang 2023!

Ihre
Dr. Jutta Kammerer-Ciernioch
Ärztliche Direktorin

Ärztliches Fortbildungsprogramm am PZN

Das PZN veranstaltet in regelmäßigen Abständen wissenschaftliche Vorträge und Fortbildungen für die Behandler*innen, die auch den interessierten Kolleg*innen der weiteren patientennah arbeitenden Berufsgruppen offen stehen. Hierzu möchten wir auch Sie als zuweisende Kolleg*innen ganz herzlich einladen. Eine Teilnahmegebühr fällt nicht an.

Das aktuelle Programm der Vortragsreihe finden Sie hier: Fortbildungveranstaltungen 2026 / 1. Halbjahr

Für die Teilnahme an einer Präsenzveranstaltungen kommen Sie einfach zum Hörsaal des PZN im Zentralgebäude (Wegbeschreibung/Übersichtsplan sind an der Pforte am Zentralparkplatz erhältlich).

Die Teilnahme an einer Online-Veranstaltung bedarf für den Erhalt des Zugangslinks einer Anmeldung per E-Mail bei Frau Weise: inga.weise@akademie-im-park.de.

Falls Sie eine Teilnahmebescheinigung zum Erwerb von CME-Fortbildungspunkten erhalten möchten, benötigen wir bei der Online-Anmeldung außer Ihrem Namen auch Ihre vollständige Anschrift. Für die Präsenzveranstaltungen liegen im Hörsaal Teilnehmerlisten aus.

Wir freuen uns auf Sie und auf einen bereichernden, kollegialen Austausch!